Resonance spielt im „A Plague Tale“ Universum und erzählt die Geschichte rund um Sophia, welche man bereits aus Requiem, dem zweiten Teil der Serie, kennt. Die Handlung spielt ca. 15 Jahre vor den Vorgängern und ist damit eine Art Prequel der Reihe.
Die Geschichte ist gut erzählt, bleibt bis zum Ende spannend, ist aber kein Meisterwerk. Anders sieht es bei der Präsentation aus, denn hier stimmt für mich alles: die erzeugte Stimmung wird jederzeit durch Grafik, Sounds und Musik absolut hoch gehalten.
Das Gameplay orientiert sich dabei aber nicht an der restlichen Reihe, bietet aber den fast perfekten Mix aus Entdeckung, Rätseln und Kämpfen. Einzig die Schleichpassagen nehmen für meinen Geschmack gegen Ende zu viel Raum ein. Die größere Kritik muss ich der der Kameraführung während der Fights zusprechen. Es gibt kein Lock-On-System wie man es z.B. aus Soulsborne Games kennt. Man muss die Kamera in Kämpfen stets selber drehen und gerade in späteren Kämpfen mit sehr vielen Gegnern wird das durch aus hektisch und unübersichtlich. Das Kampfsystem ist dagegen ist komplex: blocken, parieren, ausweichen, Deckung und Haltung brechen, kritische Angriffe und Wurfwaffen. Da steckt einiges drin und die Kämpfe machen auf jeden Fall großen Spaß. Es ist schon sehr befriedigend Gegner in Abgründe zu stoßen, fallen gelassene Messer oder Flaschen entgegenzuwerfen oder mit (automatischen) Finishern zu erledigen. Dabei geht’s auch deutlich explizit zur Sache.
Alles in allem ist Resonance ein großartiges Story Game. Überschaubare Spielzeit von ca. 10 bis 15 Stunden, wenn man die Locations gründlich durchsucht. Die Kämpfe können fordernd sein, vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden. Die Rätsel machen großen Spaß, sind nicht zu schwer, wiederholen sich gegen Ende aber. Richtig gut gefallen hat mir dabei Sophias Notizbuch, welches beim lösen hilfreich und fantastisch immersiv ins Spiel eingebunden ist. Kommt man nicht weiter, gibt das Spiel nach einiger Zeit Ratschläge zur Lösung, aber nicht so aufdringlich und ungefragt wie z.B. in Indiana Jones und der Große Kreis.
Wer ein kurzes und intensives Abenteuer sucht, der ist mit „Resonance: A Plague Tale Legacy“ super bedient, vor allem wenn man Abonnent vom Game Pass ist. Ich hatte auf jeden Fall eine wunderbare Zeit mit diesem Spiel und werde definitiv noch die anderen beiden Teile abschließen.
